Tag vier im Ruhrgebiet

„Einmal bis zum Anschlag und zurück“: Stephen treibt „Dinner“-Gäste an ihr Schärfelimit

Da geht sogar der Rauchmelder los: Bei Stephen (31) in Duisburg wird es heiß und scharf.

Da geht sogar der Rauchmelder los: Bei Stephen (31) in Duisburg wird es heiß und scharf.

Authentizität wird bei Stephen großgeschrieben: Mit einem Vater von den Philippinen dort aufgewachsen, überlässt er bei seinem dem Lokalkolorit gewidmeten Menü nichts dem Zufall. Sogar sein Hemd spricht die Sprache seiner Heimat, die er als Teenager für eine Zukunft in Deutschland verließ: In einem reich bestickten „Barong Tagalog“ bereitet der leicht verschrobene Tierarzt („Ich würde mich vor allem als ‚anders‘ bezeichnen“) philippinische Spezialitäten zu.

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Wichtig sind ihm dabei die Standardbeilage („Ich esse zu allem Reis, sogar zu Spaghetti“) und die richtige Dosis Schärfe. Dazu beißt Stephen herzhaft in eine der zahlreich bereitliegenden Chilischoten. Und – Skandal! – findet sie allzu mild: „Fast wie Paprika.“ Ob die Gäste sein Menü unter dem Motto „Mein Leben auf dem Teller“ ähnlich beurteilen? Die Beschreibung der Gerichte jedenfalls lässt viel Interpretationsspielraum. Es gibt „Wenn Fisch die Kokosnuss trifft“, „Schweinebauch Filipino Style“ und das Dessert „Draußen warm, drinnen kalt“.

„Du bist ’ne coole Socke“: Simon macht Stephen ein großes Kompliment

Am Herd und auch bei seinen bisherigen Dinnerkritikern gibt sich Stephen, der sein Alter nicht verraten will, strukturiert, ehrgeizig und gnadenlos („Lass dir von mir mal ein richtiges Lava-Cake zeigen“). An seinem eigenen Abend zeigt er auch seine sensible Seite: Verliebt betrachtet er Ehefrau Shoshana aus Rumänien („Wir haben uns ganz normal im Internet kennengelernt“) sowie die beiden aus tierquälerischen Umständen erlösten dreibeinigen Katzen.

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„Als ich sieben Jahre alt war, starb meine Bulldogge Anni. Seither wollte ich Tierarzt werden, um Tiere retten zu können“, erzählt er emotional und unter Tränen von seinem kürzlich an Krebs verstorbenen Bruder: „Er hat immer gesagt, du kannst gut kochen – meld dich beim ‚Perfekten Dinner‘ an!“ Als Stephen richtig traurig wird, findet Simon (31) genau die richtigen Worte – und zwar ausgerechnet anhand von frittiertem Tonkabohneneis und Toffeeeis: „Du bist das Gegenteil deines Nachtischs – außen ’ne coole Socke, innen warm und herzlich.“ „Ich hab mein Herz gegeben“, gibt der Gastgeber tatsächlich zu – offenbar so glühend, dass gleich noch der Rauchmelder („Keine Sorge, alles unter Kontrolle“) losgeht.

Eine cevicheähnliche, in Kokosmilch und Chili marinierte Kabeljauvorspeise treibt den Gästen die anvisierten Schweißperlen auf die Stirn, ähnlich wie der „epische“ (Esma) Schweinebauch. Da erwartet die 31-jährige Mutter dreier Kinder Konsequenzen: „Das werden wir morgen noch spüren. Wahrscheinlich zweimal.“ „Einmal bis zum Anschlag und zurück“, haut Gaby (54) in die gleiche Kerbe. Bis auf Frank (54), der einfach eher auf Ruhrpott-Cuisine („Der Schweinebauch ist anders als der deutsche“) steht und nur sechs Punkte gibt, sind die Gäste mehr als angetan – und Simon, der schon vorher auf seiner Gitarre klimpernd vom „Dinner“-Sieg träumte, übernimmt mit 31 Punkten die momentane Führung.

RND/Teleschau

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